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Rezension
Ich musste sie töten - Gerhard Starke & Christoph Kloft

Kriminalhauptkommissar Gerhard Starke betritt gemeinsam mit seinen Kollegen eine Wohnung in Remagen. Sein Einsatz beginnt an einem Wochenende wie so oft. Ein Szenario des Grauens muss sich wenige Zeit zuvor in den Räumen abgespielt haben. Gefesselt liegen ein Mann und eine Frau am Boden, überall ist Blut. Beide wurden offenbar mit einem spitzen Gegenstand grausam hingerichtet. In einem anderen Zimmer ringt eine Frau mit dem Tod. Was Starke zu dieser Zeit noch nicht ahnt: Vor ihm liegt eine mehrere Monate andauernde Jagd nach einem Verbrecher, der skrupellos vergewaltigt, mordet, betrügt und alle in Angst und Schrecken versetzt. Christoph Kloft bringt die Erinnerungen des Kriminalhauptkommissars a.D. in klaren Worten zu Papier. Gerhard Starke erzählt mit eindringlicher, leiser Stimme aus seinem Berufsleben. Er erinnert sich an jedes Detail und schildert Verbrechen, die am Menschen und seiner Menschlichkeit zweifeln lassen. Der Buchautor schafft durch seine Aufzeichnungen jene unumgängliche Distanz zu den Verbrechen, denen der Kommissar mit viel Professionalität, doch immer wieder fassungslos gegenübersteht. Auch in seinem zweiten Buch präsentiert das Autorenduo spektakuläre wahre Kapitalverbrechen. Ohne Sensationslust, sachlich und immer auf der Suche nach dem Warum.
„Ich musste sie töten“ ist das zweites Buch zum Thema „Authentische Kriminalfälle“ von Gerhard Starke und Christoph Kloft.
Gerhard Starke selbst, war Kriminalhauptkommissar bei der Kriminalpolizei Koblenz. Christoph Kloft ist Buchautor und freiberuflicher Journalist.
Der Hauptfall dreht sich um Dieter Zurwehme. 1989 gab es, nachdem er geflohen war, eine bundesweite öffentliche Fahndung, die viele negative Folgen mit sich zog. Auf seiner Fluch brachte er in Remagen vier Menschen um.
Man taucht ab in eine Welt des Bösen. Durch die Berufserfahrung und den persönlichen Eindrücken, die Gerhard Starke von den Tatorten im Gedächtnis geblieben sind, werden die einzelnen Fälle sehr detailliert wiedergegeben.
Ein fesselndes Buch, das einem nicht so schnell wieder los lässt.
Fazit: Nichts ist grausamer als die Realität. Absolute Leseempfehlung!
 
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